Seidel & Naumann 33 Ballon 1935

Nachdem ich ja bereits hier über den Aufbau eines Naumann 33 Ballon-Rades berichtet habe, ist dieses jetzt so gut wie fertig und hat seine ersten Fahrten hinter sich gebracht. Wie von mir erhofft, ist das Gefühl auf den Ballonreifen zu fahren, erhaben. Zwar findet man in modernen Städten kaum noch Pflastersteine (in Düsseldorf gibt es allerdings auf Strava das Segment Paris-Roubaix vor’m Standesamt) dafür macht es aber umso mehr Spaß, mit dem Ballonrad über die verbliebenen Abschnitt zu fahren und sich dabei vorzustellen, was für eine Offenbarung das Ballonrad auf den damaligen Straßenverhältnissen gewesen seien muss. Zwar ist der Antritt spürbar schwerer, aber wenn es einmal rollt, dann rollt es.

Von der Dürkopp-Dame habe ich die viel zu moderne Bosch-Lichtanlage jetzt an dem Naumann verbaut, diese passt hier sehr gut dazu. Der Dynamo brauchte nur ein paar Tropfen Öl und die Birne für den Dynamo-Betrieb musste gewechselt werden. Die Birne für den Batteriebetrieb tut auch ca. 90 Jahre später noch ihren Dienst. Der Umschalter für Batterie- und Dynamobetrieb war leider abgängig, jedoch hatte ich nochmal genau das selbe Lampen-Modell, allerdings in viel schlechterem Zustand, von meinem Welt-Rad übrig und konnte dieses Exemplar als Spender für einen intakten Schalter verwenden.

Es fehlen jetzt nur noch Kleinigkeiten wie Luftpumpe und Gepäckträger und das Rad wird für eine große Reise bereit sein, dazu aber später mehr 😉

Naumann 33 Ballon

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